Die Gläserne Molkerei, eine der führenden Bio-Molkereien im Nordosten Deutschlands, wollte ihre Marke konsequent weiterentwickeln. Ziel war nicht eine behutsame Evolution, sondern eine strategische Neupositionierung: Die Marke sollte moderner, emotionaler und relevanter für eine jüngere, breitere Zielgruppe werden – ohne ihre Glaubwürdigkeit und ihre Werte rund um Transparenz, Tierwohl und Bio-Qualität zu verlieren.
Dafür galt es, den gesamten Markenauftritt – von der Positionierung über das Logo bis hin zum Verpackungsdesign – neu zu denken.
Ein marktführendes Unternehmen hat eine relativ kleine CM-Abteilung mit vielen Aufgaben, v.a. intern. In der professionellen Bearbeitung der CM-Themen werden deutliche Potenziale gesehen. Viele Aufgaben fallen dabei nicht kontinuierlich an, sondern haben eher Projektcharakter.
Die Petri Vertrieb GmbH betreut zahlreiche Markenhersteller der Lebensmittelindustrie direkt am POS. Um Vertriebsaktivitäten effizienter zu steuern und Informationen schneller verfügbar zu machen, wurde eine zentrale digitale Lösung für Innen- und Außendienst benötigt.
Eine erfolgreiche D2C-Marke plante den Schritt in den stationären Handel. Das bestehende Verpackungsdesign erfüllte seine Aufgabe im Online-Vertrieb hervorragend: Es war auf die digitale Customer Journey ausgerichtet und sorgte für ein stimmiges Markenerlebnis – vom Social-Media-Auftritt über den Webshop bis zum Unboxing.
Im Regal gelten aber andere Spielregeln. Hier konkurriert eine Verpackung gleichzeitig mit zahlreichen Wettbewerbern und muss innerhalb weniger Sekunden Aufmerksamkeit erzeugen, Orientierung bieten und zum Kauf motivieren.
Welche Design-Anpassungen sind notwendig, damit eine erfolgreiche D2C-Verpackung auch am Point of Sale überzeugt?
Wie gehen Medien mit Methoden und Ergebnissen der Marktforschung bzw. von Shopper Research um? Teilweise nicht sachlich, wenig differenziert, nicht fair. So findet sich zu der Sendung „Verführer Supermarkt“ des NDR folgender Text:
"Im Schnitt geht jeder Deutsche drei Mal in der Woche in einem der knapp 35.000 Discounter, Super- oder Verbrauchermärkte einkaufen. Dabei landen rund 70 Prozent der Waren ungeplant im Einkaufswagen, denn das Ziel der Supermärkte ist natürlich: verkaufen. Dabei wird auch getrickst - im Handel und von der Lebensmittelindustrie. Viele Verführungstricks sind nicht gesetzeswidrig. Doch das Problem für die Verbraucher ist, dass sie in der Regel nicht über ausreichend Informationen verfügen, um sich gegen die Verführung im Supermarkt zu wehren."
Wie ist das zu bewerten?
Ausgangssituation:
Der Außendienst unseres Kunden verfügte bislang über Standard-KPIs zum Markt. Entscheidungen zur Produktplatzierung basierten damit auf allgemeinen Kennzahlen, ohne direkten Bezug zum tatsächlichen Ertrag einzelner Produkte und Märkte.
Es besteht häufig der Wunsch von Herstellern, mehr Ware an den Shopper zu bringen, entsprechend der Markenpositionierung und durch eine zweitplatzierungsfähige Umsetzung.
Ein wachsender Außendienst, ein Tablet, eine Excel-Liste – und irgendwann der Moment, in dem der Geschäftsführer nach der aktuellen Distributionslage fragt. Die Antwort: ein mühsam zusammengestellter Pivot-Bericht, der schon beim Öffnen veraltet ist.
Genau hier stand ein mittelständischer Süßwarenhersteller, bevor er GUS AIS einführte.
Viele Kanäle, kein roter Faden
Das Unternehmen hatte über die Jahre einen eigenen Außendienst aufgebaut – mit dem klaren Ziel, seine Produkte im Lebensmitteleinzelhandel optimal zu platzieren. Doch mit dem Wachstum wuchs auch die Komplexität. Was einmal überschaubar war, wurde zunehmend zur täglichen Herausforderung.
Der Außendienst arbeitete mit einem bunten Mix aus Werkzeugen: Excel-Listen auf dem Tablet, handschriftliche Notizen, E-Mails vom Key Account und Marketing, Telefonanrufe für Aktionsabwicklungen. Kurz: Es gab kein einheitliches Medium, keine gemeinsame Datenbasis – und damit auch keine verlässliche Grundlage für Entscheidungen.
Besonders schmerzhaft: Fotos vom Point of Sale landeten auf privaten Handys oder in WhatsApp-Gruppen und waren damit für das Unternehmen praktisch nicht nutzbar. Gesprächsnotizen existierten, wenn überhaupt, nur im Kopf des jeweiligen Außendienstmitarbeiters. Wer beim nächsten Besuch wissen wollte, was beim letzten Termin besprochen wurde – Fehlanzeige.
Für einen Hersteller, dessen Außendienst täglich Hunderte von Märkten betreut und dabei Distributionsquoten, Share of Shelf, Mitbewerberaktivitäten und Aktionsdurchführungen im Blick behalten muss, war das ein strukturelles Problem. Intransparenz führte zu Ineffizienz – und die Ineffizienz wurde teuer.